Spezialgebiet Homöopathie

Spezialgebiet Homöopathie der Harheim-Apotheke in Frankfurt - Harheim

Nachfolgend möchten wir die wichtigsten Grundgedanken und Prinzipien der Homöopathie
vorstellen. Außerdem stellen wir Ihnen eine homöopathische Haus/Reiseapotheke vor.

Was ist Homöopathie

Die Homöopathie gehört zu den ganzheitlichen Heilverfahren. So betrachtet sie nicht nur
einzelne Symptome oder Organe sondern den ganzen Menschen. Wichtig für die Suche des
passenden homöopathischen Arzneimittels und eine erfolgreiche Behandlung sind also auch
die individuellen Persönlichkeitsmerkmale des Patienten, treu dem Prinzip, dass Körper
Geist und Seele eine Einheit sind.

Homöopathie ist eine Therapieform, die sich in vielem von der Schulmedizin unterscheidet.
Die westliche Schulmedizin, auch Allopathie genannt (aus dem Griechischen: "allos" = das
Andere; "pathos" = Leiden), behandelt Krankheiten mit etwas Gegensätzlichem. Die Homöopathie
dagegen ("homo" = gleich, gleichartig) beschreitet den umgekehrten Weg.

Homöopathische Mittel wirken, indem sie die Selbstheilungskräfte des Körpers
aktivieren und stärken.

Viele Alltagsbeschwerden lassen sich im Rahmen der homöopathischen
Selbstbehandlung erfolgreich behandeln.

Ähnliches heilt Ähnliches

"Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden". Dieser Grundsatz der Homöopathie klingt zunächst
verblüffend; ein Mittel, das in hoher Dosis die Beschwerden des Patienten verursacht soll in
niedriger Dosierung die Beschwerden heilen. Das Mittel setzt einen Reiz, der in die Regulationsvorgänge
des Organismus eingreift und seine Selbstheilungskräfte stärkt. Dieses Ähnlichkeits- bzw. Simile-Gesetz
ist auf Hippokrates zurückzuführen.

Moderne Homöopathie

Die vom britischen Homöopathen Dr. Richard Hughes initiierte moderne Homöopathie ist indikationsbezogen.
Sie benutzt im Gegensatz zur klassischen Homöopathie nur pathologische Symptome zur die Mittelfindung
und bevorzugt niedere Potenzen. Sie benutzt auch Komplexmittel. Darin sind mehrere homöopathische
Arzneimittel kombiniert, die alle einen Bezug zu bestimmten Beschwerden haben.

Potenzierung

Die homöopathischen Arzneimittel werden aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Auszügen
hergestellt, verdünnt und nach bestimmten Regeln geschüttelt, um die Nebenwirkungen auszuschließen.

Dabei unterscheidet man je nach Vorgehensweise D (Verdünnung 1:10), C (Verdünnung 1:100) und
Q Potenzen (Verdünnung 1:50000). Paradoxerweise wirken die Mittel umso stärker, je verdünnter
sie sind. Verdünnen und Verschütteln macht die Arznei also kräftiger, "potenziert" sie.

Einnahmeregeln

Bei der Einnahme homöopathischer Arzneimittel sind folgende Regeln zu beachten:

    · Homöopathische Mittel sollten so oft wie nötig und so selten wie möglich
      eingenommen werden.
    · Je akuter und ernsthafter eine Krankheit ist, desto häufiger sollte das Mittel
      eingenommen werden (max. 12 Gaben).
    · Bei Besserung der Symptome sollte das homöopathische Mittel nicht mehr
      eingenommen werden.
    · Bei einer Heilreaktion (Erstverschlimmerung) sollte das Mittel abgesetzt
      werden, bis die Reaktion vollständig verschwunden ist.

Homöopathische Arzneimittel werden 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten unverdünnt auf die Zunge eingenommen,
die Tablette oder Globulis lässt man langsam im Munde zergehen.

Niedrige Potenzen

Bei akuten Beschwerden verabreicht man stündlich 5 - 10 Tropfen oder 5 - 10 Globuli bzw. 1 Tablette,
jedoch maximal 12 mal täglich. Sobald eine spürbare Besserung eintritt, nur noch 3 mal täglich. Bei
chronischen Erkrankungen 1 - 3 mal täglich 5 - 10 Tropfen oder 5 - 10 Globuli bzw. 1 Tablette.

Hohe Potenzen

Arzneimittel hoher Potenzen (ab D/C30) sind in der Regel bei chronischen Erkrankungen angezeigt und
gehören in die Hand eines Therapeuten.

Dosierung

5 - 10 Tropfen oder 5 - 10 Globuli, bzw. 1 Tablette.
Es wird nur eine einmalige Gabe verabreicht, die nach mehreren Wochen/Monaten unter Umständen wiederholt werden kann.

Dosierung für Kinder

Für Kinder gelten Bruchteile der vorgenannten jeweiligen Erwachsenendosis:

    · Säuglinge im 1. Lebensjahr erhalten ein Drittel,
    · Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr etwa die Hälfte,
    · Kinder zwischen 6 und 12 Jahren etwa zwei Drittel.

Heilungsverlauf in der Homöopathie

Erstverschlimmerung

Nach der Einnahme der Mittel können sich die Symptome für einige Stunden verschlimmern. Diese sogenannte
Erstverschlimmerung bewertet die Homöopathie als Zeichen, dass das Mittel wirkt und bald eine Besserung
der Beschwerden zu erwarten ist.

Die Behandlungsdauer

Wie lange eine homöopathische Behandlung insgesamt dauern sollte, kann nicht pauschal beantwortet werden.
Bei akuten Beschwerden kann eine Heilung innerhalb von weniger Stunden erfolgen.
Bei chronischen Erkrankungen dauert es manchmal Monate oder Jahre.

Homöopathische Hausapotheke

Grippale Infekte

Aconitum
    
    · plötzliches hohes Fieber, trockene Hitze, Schüttelfrost

Belladonna
    
    · plötzliches hohes Fieber mit rotem Kopf und Schweiß
    
    · Halsbeschwerden


Calcium carbonicum
        
    · Allgemeines Konstitutionsmittel bei geistigem oder körperlichem
      Erschöpfungszustand. Fiebermittel, Mandelentzündung, v. a. bei eher
      ruhigen, kräftigen eher dickköpfigen Kindern. Zahnungsbeschwerden.

Ferrum phosphoricum
        
    · langsam ansteigendes Fieber, Ohrenschmerzen

Dulcamara
        
    · Beschwerden aufgrund von Durchnässung und Verkühlung,
      Temperaturumschwüngen mit starkem Kopfschmerz, evtl Sehstörung,
      Übelkeit zu Beginn, "Kopfgrippe", Benommenheit

Eupatorium
        
    · Zerschlagenheitsgefühl, leichtes morgendliches Fieber

Schnupfen

Allium cepa
        
    · scharfes wundmachendes Nasensekret, milde Tränen, Fließschnupfen,b
      esser an der frischen Luft

Luffa
        
    · Verstopfte Nase, Borkenbildung, trockene Schleimhäute

Kalium bichromicum
        
    · Entzündungen der Schleimhäute der oberen Luftwege (Nebenhöhle, Nase,
      Mund, Mandeln, Rachen). Schmerzhafter Punkt am Jochbein. Dicker, klebriger
      Schleim

Pulsatilla
        
    · starker Schnupfen, Frösteln, dennoch Besserung an der frischen Luft durch
      Bewegung.

Sambucus nigra

    · Verstopfte Nase, Säuglings- und Kleinkinderschnupfen

Gelenksbeschwerden


Bryonia
    
    · schmerzende Gelenke, jede Bewegung, Wärme und Berührung
      verschlimmert

Rhus toxicodendron
    
    · Schmerzen nach Überanstrengung, durch Kälte und Nässe, Besserung mit
      jedem Schritt, Bewegung und Wärme bessern.


Magen Darm Beschwerden


Arsenicum album
        
    · brennender Durchfall, Erbrechen und großer Durst auf kleine Schlucke
        
    · Kaltes Wasser wird sofort erbrochen

Chamomilla
        
    · Bauchkrämpfe, Fieber, Zahnungsbeschwerden, große Reizbarkeit und
      Schmerzempfindlichkeit (Kinder wollen ständig herumgetragen werden)

Colocynthis
        
    · Krampfartige Magen- Darmschmerzen. Durchfall nach Zorn,
      Nervenschmerzen, neuralgische Kopfschmerzen, Ischias nach Ärger

Nux vomica
        
    · Magen Darm Beschwerden durch Nahrungs- und Genussmittel, Alkoholkater,
      bei Jetlag mit Übelkeit

Okoubaka
        
    · Beschwerden, Durchfall durch fremde Kost, Stabilisierung der Darmflora,
      allgemeine Ausleitung nach Impfungen

Pulsatilla
        
    · Übelkeit und Erbrechen nach Durcheinanderessen (Kinderparty)

Veratrum album
        
    · Kreislaufschwäche mit Kollapsneigung, Durchfall, Erbrechen, Blutdruckabfall


Prüfungsängste

Argentum nitricum
        
    · Erwartungsangst mit Stuhl/Harndrang, Lampenfieber, Höhenangst,
      Flugangst

Gelsemium
        
    · Nervosität, Zitterigkeit kurz vor der Prüfung, Lampenfieber

Verletzungen

Arnica
       
    · bei Prellungen Quetschungen, Verrenkungen, Verstauchungen, Muskelkater,
      Blutergüssen, Verletzungsschock, Besser im Liegen, schlimmer durch
      Bewegung

Apis mellifica
        
    · Insektenstiche, hellrot Stichbereich besser durch Kälte; Verbrennungen,
      Mandelentzündung mit dick geschwollenen Mandeln und Zäpfchen

Calendula
        
    · Wundheilmittel vor allem bei Schürf-Riss-Schnittwunden, Sonnenbrand und
      leichten Verbrennungswunden ohne Blasenbildung, entzündungshemmend,
      schmerzstillend

Cantharis
        
    · Verbrennungen und Folgen von Verbrennungen. Auch akute Blasen- und
      Harnröhrenbeschwerden

Hypericum
        
    · das wichtigste Mittel bei Verletzungen im nervenreichen Gewebe wie
      Steißbein, Finger, Zehen, Nase, Auge, Ohren, Stechende schießende
      Schmerzen, schlimmer durch Feuchtigkeit

Ledum
        
    · Bei spitzen tiefen Stichwunden, z.B. Glas, Splitter, Dornen, Bisswunden,
      Insektenstiche, punktförmig mit Kältegefühl in der Wunde, "blaues Auge",
      schlimmer durch Wärme, besser durch Kälte

Rhus toxicodendron
        
    · Verrenkungen von Gelenken und Verletzungen von Muskeln und Sehnen,
      Sportverletzungen, häufig durch Überstrecken, Verheben, Verstauchen mit
      ziehenden oder reißenden Schmerzen, wenn Ruhe den Schmerz
      verschlimmert, Bewegung bessert, Wärme bessert ebenfalls.